KGAL feiert mit Zukunftskonferenz den 50ten

Zukunft aus der Perspektive eines Führungsexperten und eines Journalisten. Der Investment- und Assetmanager KGAL hatte zu seiner Zukunftskonferenz anlässlich des 50jährigen Jubiläums unter anderem Kai Diekmann und Reinhard Sprenger eingeladen. Sie zeigten Entwicklungen in der Gesellschaft auf und zogen Rückschlüsse für Unternehmen.

Führungsexperte Sprenger: „Spielerischer, frivoler und experimenteller“

„Ich habe keine Ahnung, auf welche Zukunft wir unsere Kinder vorbereiten sollen“, gibt der Führungsexperte Reinhard K. Sprenger unumwunden zu. Die Zukunft sei eine „VUKA-Zukunft“, volatil, unsicher, komplex und ambig. Entscheider seien nicht mehr mit Unsicherheit, sondern Unplanbarkeit konfrontiert. Man müsse sich von einem kausalen „Wenn-dann-Denken“ verabschieden und die Kontingenz einer „Es-ist-möglich-aber-nicht-sicher-Realität“ akzeptieren. Die Ambiguität der Zukunft überfordere die Menschen allerdings emotional. Deshalb hielten sie an ihrer Gegenwart fest,
beobachtet Sprenger: „Sie wählen lieber das bekannte Unglück als das unbekannte Glück.“

„Erfolg macht lernbehindert. Werdet nicht selbstzufrieden!“

Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens habe auch negative Konsequenzen, so Sprenger. Die Führungskräfte handelten in einem „Ich-habe-Recht-Umfeld“ und würden von Innen nach Außen denken. Notwendig sei es
jedoch, vom Kunden her zu denken. Reinhard Sprenger weist dem Management einen Störungsauftrag zu: „Die Aufgabe ist es, permanent in optimistischer Absicht in homöopathischen Dosen zu stören.“ Sprenger appelliert: „Lasst uns
nervös bleiben und nicht selbstzufrieden werden.“ Change Management-Projekte würden den Fehler machen, das Individuum verändern zu wollen, aber nicht die Organisation. Notwendig sei es jedoch, Institutionen nicht zu reparieren, sondern auszumisten.

Journalist Diekmann: „Einfach mal etwas ausprobieren“

Der Journalist Kai Diekmann spricht über Zukunftsfähigkeit anhand seiner Erfahrungen im Silicon Valley und den Umbrüchen in der Medienlandschaft. Diekmann war im Jahr 2012 für den Axel Springer Verlag zehn Monate dort.
Auffallend sei eine andere unternehmerische Haltung gewesen. Vieles sei einfach ausprobiert worden. Dies war, so Diekmann, mit einer hohen Fehlerakzeptanz verbunden und damit, erstmal zu beginnen, um dann zu sehen,
wie sich ein Produkt entwickeln kann. „Der Messengerdienst WhatsApp hat nur mit kostenlosen SMS-Nachrichten angefangen. Inzwischen ist WhatsApp ein umfassendes Kommunikationsangebot, das von Videochat bis
Dokumentenaustausch alles ermöglicht.“ Im Springer Verlag habe man hingegen den Anspruch gehabt, neue Magazine oder Zeitungen nur zu launchen, wenn klar gewesen sei, dass sie eine Marktführerschaft erreichen könnten. Dies habe sich nach seiner Rückkehr verändert.

„Facebook live hat das Fernsehen abgelöst“

Die Umbrüche in der Medienlandschaft zeigen zum Beispiel die Art der Kommunikation von Donald Trump sowie eine deutlich andere Informationslandschaft. Dem Twitter Account des amerikanischen Präsidenten folgen rund 53 Millionen Leser. Das sind rund ein Viertel mehr als der New York Times bei Twitter folgen. Damit steuert und kontrolliert Trump seine Informationen selbst. Dies war über Jahrzehnte den klassischen Medien vorbehalten. Journalisten wählten Nachrichten aus und gewichteten sie anhand der Platzierung oder Textlänge. Soziale Netzwerke wie Facebook zeigen dem
Nutzer hingegen die Informationen, die seinen Vorlieben und Interessen entsprechen. Entwicklungen wie diese sollten auch Unternehmen in ihrer Kommunikation berücksichtigen und die neuen Kanäle adäquat bespielen. Diekmann erklärt: „Gefragt ist echtes Storytelling.“


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